Austro Control: Muss Kathrin Glock Aufsichtsrat verlassen?

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Infrastrukturministerium relativiert aber einen entsprechenden Medienbericht.

von Wolfgang Unterhuber

Am Freitagnachmittag kursierte in den digitalen Foren ein Bericht des OnlineportalsDossier“, wonach der Unternehmerin Kathrin Glock der Rauswurf aus dem Aufsichtsrat der Austro Control drohe.

Grund sei ihre mangelnde Qualifikation für die staatliche Flugbehörde. Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne) lasse die Bestellung Glocks nun evaluieren.

Im Infrastrukturministerium relativiert man. Die Angelegenheit sei nicht mehr ganz aktuell, da man bereits seit Mitte Jänner die Eignung des gesamten Austro-Control-Aufsichtsrats prüfe.

Ausgang der Evaluierung offen

„Dabei handelt es sich um eine Evaluierung, deren Ausgang noch völlig offen ist“, heißt es aus dem Ministerium auf Anfrage des KURIER.

Bezogen auf Kathrin Glock äußerte sich Gewessler in einer jüngst veröffentlichten parlamentarischen Anfragebeantwortung so: „ Mir ist nicht bekannt, aufgrund welcher Kriterien meine Amtsvorgänger die Qualifikation von Frau Kathrin Glock bewertet haben.“

„Die Wahl fiel auf Kathrin Glock, weil sie als Geschäftsführerin der Glock Aviation GmbH Einblick in die Materie hat“, zitiert Dossier einen ehemaligen Pressesprecher von Ex-Minister Norbert Hofer.

Unter Hofer war Glock 2018 in den Aufsichtsrat der Austro Control bestellt worden.

Erst zu Jahresbeginn trat der Aufsichtsratschef der Austro Control, der als FPÖ-nahe geltende Anwalt Werner Walch, zurück. Angeführt wurden „persönliche Gründe”.