Batterie-Recycling: Junge Österreicher kümmert das kaum

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Alte Batterien können wiederverwertet werden. Das wissen nur wenige junge Menschen, geht aus einer Studie hervor.

von Irmgard Kischko

Knopfzellen, herkömmliche Batterien und Akkus sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sind sie aufbgebraucht, landen sie noch immer häufig im Restmüll. Doch sie enthalten nicht nur wertvolle Rohstoffe, die im Recycling wiedergewonnen werden können. Sie könnten auch gefährlich werden, warnt der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe. Dieser hat daher die Marktforschung Marketagent beauftragt, das Wissen der Österreicher über Batterien und der Recycling zu analysieren. Das Ergebnis ist wenig erfreulich.

Nur 29 Prozent der unter 30-Jährigen wissen überhaupt, dass Batterien wiederverwertet werden können. Genauso wenige Junge wissen, dass sie Altbatterien gratis bei den Händlern abgeben könnten. Und nur 32 Prozent dieser Generation ist Batterie-Entsorgung überhaupt ein Anliegen.

Bei den über 60-Jährigen sehen die Ergebnisse völlig anders aus: Eine große Mehrheit unter ihnen weiß über Recycling von Batterien bescheid. 72 Prozent der Älteren entsorgt Batterien auch fachgerecht, bei den Jungen macht das nur jeder Dritte.

Niederösterreicher als Vorbild

Bei der Analyse der Marketagent-Befragung nach Bundesländern schneiden die Niederösterreicher am besten ab. Auch die Burgenländer verhalten sich bei der Batterie-Entsorgung vergleichsweise vorbildlich. Sie wissen mehrheitlich, dass Geräte mit Lithium-Batterien keinen hohen Temperaturen ausgesetzt werden dürfen und dass es Sammelstellen für alte Batterien gibt. 

Lithium-Batterien befinden sich in blinkenden Kidnerschuhen ebenso wie in Grußkarten. Landen sie im Restmüll, können sie sich bei kleinster Beschädigung – etwa durch Reibung – entzünden. Laut Verband werden in Österreich jährlich rund 4.000 Tonnen Batterien verkauft, entsorgt werden allerdings nur rund 200. Der Rest verschwindet im Müll. Die EU schreibt seit 2016 eine Sammelquote von 45 Prozent vor, ab 2019 sogar 65 Prozent. Der Verband will die Sammelquote auf mindestens 75 Prozent erhöhen und fordert daher mehr Aufklärung speziell der jungen Bevölkerung.

Batterie-Recycling-Unternehmen sammeln die Metalle Lithium, Zink und Mangan aus den Batterien und verkaufen sie an Industriebetriebe, die diese Rohstoffe benötigen.