Der Zivildiener-Pay-Gap sorgt für Unmut

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Verpflichtet wegen Corona

Aktive Zivis müssen ihren Dienst um drei Monate verlängern und bekommen dafür wenig Geld. Das Finanzministerium habe es so gewollt, kritisieren die Grünen

Foto: APA/Techt

Wien – Eigentlich wäre es für Jakob* kommenden Dienstag vorbei gewesen. Nach neun Monaten beim Krankentransport hätte der 20-jährige Niederösterreicher Ende März seinen Zivildienst beenden sollen – und wollen. Für April hatte er bereits eine fixe Zusage für ein Praktikum in einer Logistikfirma. Daraus wird jetzt nichts: So wie 1.500 anderen jungen Männern auch, wurde Jakob mitgeteilt, dass sein Zivildienst um drei Monate verlängert wird. Im Unterschied zu jenen Ex-Zivis, die von der Regierung zur (vorerst jedenfalls) freiwilligen Rückkehr aufgefordert werden, hatte er keine Wahl und muss weiter dienen. Schließlich brauche es zur Entlastung des Gesundheitswesens in der Corona-Krise “jede helfende Hand”, wie Zivildienstministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) in den vergangenen zwei Wochen immer wieder betonte.