Erst testen – und dann rückverfolgen

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Testen, testen, testen lautet das momentane Credo der österreichischen Regierung, wenn es um die Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus geht. Schnelltests sollen vermehrt zum Einsatz kommen, und die Test-Kapazitäten auf rund 15.000 pro Tag ausgebaut werden. Die Frage ist allerdings: Was kommt danach? Wenn die Quarantäne-Maßnahmen wieder gelockert werden – läuft man da nicht Gefahr, sofort wieder am Virus zu erkranken, wenn man es nicht an der Wurzel gepackt hat? Also bei jedem Einzelnen, der infiziert ist, rückverfolgt, wo er gewesen ist und mit wem er Kontakt hatte?

Südkorea zum Beispiel führt bei positiv auf das Coronavirus getesteten Personen fast schon minutiös über deren Tagesabläufe Buch und verfolgt akribisch, wo sie sich aufgehalten haben – inklusive, wo und wann sie auf der Toilette waren. In Singapur wurde laut BBC zusätzliches Personal aufgenommen, das telefonisch bei jedem Infizierten dessen Aufenthaltsorte bis mindestens zwei Tage vor Auftreten der Symptome erfragt. Während Singapur auf Selbstisolation (inklusive Beweisfotos von zuhause aus) setzt, kommen in Hongkong bei jedem, der von einem Auslandsaufenthalt zurückgekehrt ist, elektronische Armbänder zum Einsatz, um ihn zu lokalisieren. Singapur setzt zudem auf die App “Trace Together”, die via Bluetooth die Distanz zwischen den Nutzern misst. Bei einem Covid-19-Fall werden alle Kontakte von den Behörden informiert.

“Nutzung von Big Data”


- © M. Hirsch
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