Trotz hoher Kosten ist Pflege nicht gesichert

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Die Daten zur Situation in der Pflege liegen nun wieder gesammelt auf dem Tisch: Der Rechnungshof prüfte die Zweckmäßigkeit, das Angebot und die Kosten von Pflegedienstleistungen. Es zeigen sich große Unterschiede von Bundesland zu Bundesland, sowohl in der Versorgung als auch bei den Kosten.

In Kärnten liegen die Gesamtkosten pro Pflegegeldbeziehendem bei 15.000 Euro jährlich, in Wien dagegen bei 22.000 Euro – also einmal weit über, einmal aber weit unter dem österreichischen Durchschnitt von 17.400 Euro. Der Befund des Rechnungshofs: “Bund und Länder agieren unkoordiniert.”

Und: “Österreich ist auf die demografischen Veränderungen in Bezug auf Pflege nicht ausreichend vorbereitet.” Ein gutes Drittel der Pflegebedürftigen wird in privaten Haushalten versorgt, meistens durch Angehörige im Alter von 50 bis 64 Jahren. Das ist noch möglich, weil auf eine Person über 80, die häufig Pflege benötigt, heute vier 50- bis 64-Jährige kommen. “Bis zum Jahr 2060 wird sich dieses Verhältnis drastisch verändern”, heißt es vonseiten des Rechnungshofs: Dann sind es nur mehr 1,6 Personen, die eine über 80-jährige pflegebedürftige Person versorgen könnten. Der Schluss des Rechnungshofs: “Das Pflegeangebot muss deutlich erweitert werden.”

Jedes Bundesland


arbeitet anders



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